Tagesgeld » Vergleich starten!

Eine weit verbreitete Kapitalanlage ist das Tagesgeld, bei dem auf unbestimmte Zeit ein Betrag angelegt wird, über den täglich verfügt werden kann. Das Tagesgeld bietet sich somit hervorragend als Ansparplan an, der durch einen regelmäßig überwiesenen Betrag nach und nach aufgestockt wird.

Alles Wichtige zum Tagesgeld

Verfügbarkeit:

Der Kunde kann täglich auf sein Guthaben zugreifen. Dabei handelt es sich jedoch nicht um eine tatsächliche Verfügung, sondern es wird zuvor eine Überweisung auf ein angegebenes Referenzkonto benötigt. Hierbei handelt es sich meist um ein Girokonto. Somit müssen Banklaufzeiten von bis zu drei Tagen hingenommen werden.

Kündigungsfristen:

Tagesgeldkonten verfügen nicht über Kündigungsfristen. Manche Banken verpacken jedoch Sparbücher unter dem Begriff Tagesgeld, die somit über Fristen verfügen. Auch bestimmen manche Anbieter bei Eröffnung des Kontos eine gewisse Laufzeit, nach deren Dauer eine meist dreimonatige Kündigungsfrist besteht.

Vorteile des Tagesgeldes

  • Besonders durch seine hohen Zinsen ist das Tagesgeld für viele Anleger interessant. Im direkten Vergleich mit ähnlichen Anlagen, wie beispielsweise dem Girokonto oder einem Sparbuch, verbucht das Tagesgeldkonto einen deutlich höheren Zinssatz für sich.
  • Zudem ist die gesamte Kontoführung kostenlos. Weder existiert eine Grundgebühr, noch werden für Einzahlungen oder Abhebungen Kosten erhoben. 
  • Dank der Einlagensicherung können Anleger selbst bei einem Totalausfall ihrer Bank das Tagesgeld schützen. Bei Abschluss des Kontos sollte aus diesen Gründen die Höhe der Einlagensicherung geklärt werden.
  • Auch ermöglichen einige Banken, dass die Zinsausschüttung monatlich oder alle drei Monate erfolgt, wodurch sich der Zinseszinseffekt merklich verstärkt. Der wohl bedeutendste Vorteil ist jedoch, dass auf den angelegten Betrag jederzeit zugegriffen werden kann, ohne Fristen beachten zu müssen. Selbst wenn es sich um ein leeres Konto handelt, geht der Anleger keine Verpflichtungen ein.

Nachteile des Tagesgeldes

  • Ein Tagesgeldkonto ersetzt kein Girokonto, da von ihm aus keine Barabhebungen oder aber Überweisungen getätigt werden können. Auch wird für diese Art der Geldanlage keine EC-Karte ausgestellt.
  • Zwar wird ein Zinssatz bei Eröffnung des Kontos angegeben, dieser ist jedoch variabel und kann somit jederzeit steigen oder sinken. Somit ist nicht gewährleistet, dass ein zu Beginn hoher Zinssatz auch über die Laufzeit der Anlage weiter bestehen bleibt. 
  • Zudem begrenzen viele Banken bei einer bestimmten Einlage die auszuschüttenden Zinsen. Zwar ist diese Grenze meist sehr hoch und wird von Privatpersonen in der Regel nicht erreicht, Unternehmen jedoch werden in ihrem Zinsgewinn eingegrenzt. 
  • Wenn die Zinsausschüttung nicht monatlich oder vierteljährig erfolgt, ist dies ein weiterer Nachteil. Bei einer jährlichen Ausschüttung kann der Zinseszinseffekt nicht ausreichend ausgeschöpft werden.