Informationen zur Einlagensicherung

Ein ganz wichtiger Aspekt beim Tagesgeld bezüglich der Sicherheit dieser Anlageform ist die so genannte Einlagensicherung. Diese Einlagensicherung gewährleistet, dass der Kontoinhaber auch dann noch über sein Kapital, welches auf dem Tagesgeldkonto deponiert ist, verfügen kann, wenn die kontoführende Bank zahlungsunfähig bzw. insolvent ist.

Bei den Informationen rund um die Einlagensicherung, die der Grundstein für die hohe Sicherheit des Tagesgeldes als Geldanlage dartstellt, muss zwischen drei möglichen Standorten der Tagesgeldanlage differenziert werden. Damit ist der Standort Deutschland gemeint, also die Nutzung eines Tagesgeldkontos bei einer inländischen Bank, der Standort Europäische Union und zudem ein Standort außerhalb der Währungsunion, wobei hier noch eine weitere Unterscheidung zu machen ist. Bezüglich des Standortes Deutschland ist zur Einlagensicherung festzuhalten, dass zunächst die gesetzliche Einlagensicherung gilt, die im gesamten EU-Raum ihre Gültigkeit hat. Diese beinhaltet, dass Anlagesummen bis zu maximal 50.000 Euro durch die Einlagensicherungsfonds geschützt sind, ab 2011 werden es 100.000 Euro sein. Bei einer Zahlungsunfähigkeit der kontoführenden Bank hat der Anleger zudem das Recht, sein Kapital spätestens nach 30 Tagen ab der Zahlungsunfähigkeit zurück zu erhalten.

Über diese gesetzliche Sicherung hinaus sind die meisten inländischen Banken Mitglied in einem Einlagensicherungsfonds, und zwar auf freiwilliger Basis. Die Stützungsfonds von Sparkassen und Volksbanken garantieren dem Anleger eine vom Betrag her unbegrenzte Einlagensicherung, bei den anderen Banken ist die Höhe der Sicherungssumme meistens vom Eigenkapital der Bank abhängig. Im größten Einlagensicherungsfonds ist es beispielsweise so, dass die Kundeneinlagen bis zu 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals geschützt sind. Für eine Großbank würde das bedeuten, die Anlagen als Tagesgeld sind bis in den dreistelligen Millionen-Euro-Bereich geschützt, und zwar je Kunde. Als weitere Säule, die ebenfalls in Deutschland dem Bereich der Einlagensicherung zuzuschreiben ist, gibt es seit dem Herbst die unbeschränkte Staatsgarantie der Bundesregierung über rund 500 Milliarden Euro, welche alle Einlagen auf Girokonten, Sparkonten, Termin- und Festgeldkonten bei einer deutschen Bank in vollem Umfang bezüglich des Emittentenrisikos absichert. Damit kann Deutschland im Grunde den weltweit besten Schutz gegen den Verlust von Einlagen durch Insolvenz des Emittenten bieten.

Bei der Tagesgeldanlage bei einer im EU-Raum ansässigen Bank gilt zunächst einmal „nur“ die gesetzlich vorgeschrieben Einlagensicherung von 50.000 Euro. Über dies hinaus gibt es in einigen Ländern noch freiwillig höhere Sicherungssummen, meistens maximal bis zu einer Summe von 100.000 Euro. Bei allen anderen Ländern außerhalb der EU muss man sich im Einzelfall genau informieren, ob eine Einlagensicherung besteht und wenn ja, in welcher Höhe die Einlagen geschützt sind und welche Bedingungen vorhanden sein müssen. Die Einlagensicherung in Japan beträgt beispielsweise 10 Millionen Yen, was umgerechnet etwa 90.000 Euro entspricht. In den USA liegt die maximale Absicherung bei 100.000 US-Dollar (ca. 83.000 Euro), in Kanada sind es 100.000 Kanadische Dollar (ca. 80.000 Euro) und in der Schweiz beträgt die Einlagensicherung 100.000 Schweizer Franken, was umgerechnet etwa 72.000 Euro entspricht. Noch einige weitere Staaten wie etwa Großbritannien kennen ebenfalls eine Einlagensicherung, während in manchen Staaten teilweise auch gar keine Absicherung für Einlagen auf Tagesgeldkonten oder anderen Anlagekonten vorhanden ist.